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11. Jahrestreffen der Jungen Romanisten vom 24.-25.3.2017 in Győr

 

 

 

 

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10. Jahrestreffen der Jungen Romanisten vom 8.-9.4.2016 in Münster

 

 

 

 

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9. Jahrestreffen der Jungen Romanisten vom 10.4.-12.4.2015 in Erlangen

 

 

 

 

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8. Jahrestreffen der Jungen Romanisten vom 6.-7.3.2014 in Trier

 

 

 

 

 

Die römische Metropole und ehemalige Hauptstadt des römischen Reiches begrüßte in diesem Jahr den wissenschaftlichen Nachwuchs auf dem Gebiet des antiken römischen Rechts. Fast 40 Teilnehmer und Referenten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien, Finnland, Estland, Polen und Ungarn diskutierten den aktuellen Stand ihrer Forschungsprojekte, setzten sich mit der Bedeutung und den Einsatzmöglichkeiten von Papyrusquellen für die romanistische Forschung auseinander und lernten darüber hinaus auch die historischen Zeugnisse und modernen Angebote der ehemaligen Augusta Treverorum kennen.

Nach Grußworten des Dekans des Fachbereichs Rechtswissenschaften an der Universität Trier, Prof. Dr. Mark A. Zöller, und des Trierer Fachvertreters für Römisches Recht, Prof. Dr. Thomas Rüfner, setzte sich die Veranstaltung am 6. März ihrer Tradition gemäß unter Ausschluss von Inhabern einer Professur fort, damit der wissenschaftliche Nachwuchs inter pares seine Projekte vorstellen konnte.

Unter dem Vorsitz von Dr. Philipp Klausberger (Wien) berichtete Dr. Norbert Pozsonyi (Szeged) über das „Pfandrecht in der Vertragspraxis“. Bezugnehmend auf Dokumente aus dem Archiv der Sulpizier wurden Fragen des Pfandverkaufs und des Haftungsmaßstabs behandelt. Sodann referierte Bastian Zahn (Wien) über die „Sicherung der Einhaltung des Stiftungszwecks bei antiken Stiftungen“. Ausgangspunkt dieses Vortrags war eine Inschrift aus Beda, dem heutigen Bitburg, die die Aussetzung einer Stiftung für Theater und Spiele überliefert. Den Vormittag beschloss Dr. Stanisław Kordasiewicz (Warschau) mit einem Vortrag zu „Haftungsfragen in den Schriften von Cuiacius“, in dem er mit der Abgrenzung der custodia-Haftung ein Rechtsproblem darstellte, zu dem der Begründer der französischen humanistischen Rechtswissenschaft an zwei Stellen seines Werks unterschiedliche Lösungen präsentierte.

Der Nachmittag war der Auseinandersetzung mit Papyri als Quellen für die römischrechtliche Arbeit gewidmet. Zunächst stellte Frau Prof. Dr. Bärbel Kramer, die Leiterin der Papyrologie an der Universität Trier, ihre Wissenschaftsdisziplin sowie exemplarisch einige hochinteressante Exponate der Trierer Papyrussammlung vor. Sodann fand unter dem Vorsitz von Dr. Constantin Willems (Trier) ein Workshop unter dem Titel „Erfahrungen und Probleme junger Romanistinnen und Romanisten bei der Arbeit mit Papyri“ statt. Philipp Rohdenburg (Köln) präsentierte ein anschauliches Beispiel für die Bedeutung von Papyrusquellen, indem er darlegte, wie der Fund des Papyrus P.Ryl. 474b recto die zuvor herrschende Lesart des Digestenfragments D. 12.1.1.1 veränderte. Dr. Dr. Nadine Grotkamp (Frankfurt) ging sehr kompetent auf generelle Erfahrungen und Probleme bei der Arbeit mit Papyri ein, zeigte Schwierigkeiten etwa aufgrund teilweise fehlender papyrologischer Aufarbeitung juristisch interessanter Quellen auf und verwies auf den reichhaltigen Fundus der in Papyri überlieferten Urkundspraxis, der zahlreiche anschauliche Quellen umfasst, deren endgültige Interpretation noch aussteht. Der Workshop zeigte den Reiz der Quellengattung „Papyri“ auf und regte den wissenschaftlichen Nachwuchs auf dem Gebiet des römischen Rechts zur Einbeziehung derartiger Quellen in ihr Forschungsspektrum an.

Im Anschluss stellte der Althistoriker Dr. Christoph Lundgreen (Dresden) die Mommsen-Gesellschaft als Netzwerk für die Zusammenarbeit mit verschiedenen anderen die Antike erforschenden Fachrichtungen (Latinistik, Gräzistik, Alte Geschichte und Klassische Archäologie) vor und legte den Jungen Romanistinnen und Romanisten insbesondere die Vorzüge einer „Jungmitgliedschaft“ nahe.

Der zweite Tag des Jahrestreffens war wiederum der Vorstellung von Forschungsprojekten aus dem Teilnehmerkreis gewidmet. Dr. Wolfram Buchwitz (Bonn) leitete die Vormittagssitzung, in der zunächst Aleksander Grebieniow (Bern) über die „Bedeutung der laesio enormis für das moderne Privatrecht“ referierte. Der Referent beleuchtete, wie die eigentlich zum Schutz desjenigen, der sein Grundstück für weniger als die Hälfte des wahren Wertes verkauft, geschaffene römische Norm von den Glossatoren unter Verwendung der Figur vom dolus in re ipsa generalisiert und damit zum Vor- bzw. Gegenbild moderner Normierungen zur Übervorteilung wurde. Sodann lieferte Dr. Gergely Deli (Györ) eine Exegese zum Digestenfragment D. 3.5.9.1 „Zur negotiorum gestio“ und arbeitete die verschiedenen Positionen der römischen Juristen zur Reichweite des bei der Geschäftsführung ohne Auftrag zu Ersetzenden heraus. Diese oszillierten zunächst zwischen zweckmäßig und nützlich sowie ex ante- und ex post-Sichtweise und führten letztlich zu einer Stimulation von fremdnütziger Geschäftsführung unter angemessenem Interessensausgleich. Lisa Isola (Wien) hinterfragte anschließend, ob das mit „Si pecuniam ideo acceperis, ut Capuam eas“ beginnende Digestenfragment D. 12.4.5pr. „als Beleg einer allgemeinen condictio ex paenitentia“ gesehen werden kann. Dies verneinte sie überzeugend mit der Auslegung, dass „nach Capua gehen“ eine Bezugnahme auf den berühmten Sklavenmarkt an diesem Ort darstelle, weshalb das Fragment in den speziellen Kontext des Sklavenfreikaufes einzuordnen sei.

Im Rahmen der von Dr. Christine Lehne (Innsbruck) geleiteten ersten Nachmittagssitzung stellte Julia Haubenhofer (Graz) „Verfahrensrechtliche Überlegungen zu Ulp. (11 ad ed.) D. 4.4.13.1“ an und behandelte etwa die spannenden Fragen, ob gegenüber dem Zweitverkäufer bei der restitutio in rem zwei Verfahrensalternativen bestanden und was der prätorische Rechtsschutz umfasste. Sodann nahm Dr. Pierangelo Buongiorno (Lecce) die Teilnehmer unter dem Titel „Nemus silva lucus: die Wälder und das römische Recht“ mit auf einen Streifzug durch die verschiedenen in lateinischen Quellen enthaltenen Begriffe für „Wald“, wobei insbesondere die Definition des Begriffes silva in Rechtsquellen besprochen wurde.

Das abschließende Panel unter dem Vorsitz von Dr. Salvatore Marino (Köln) eröffnete Vanessa Einheuser (Trier) mit einem Vortrag über die Vorschrift zum prozessualen Eid in der lex rivi Hiberiensis, der die in der Literatur vorgeschlagenen Ergänzungen der nur fragmentarisch überlieferten Inschrift kritisch würdigte und die Bedeutung dieses provinzialrechtlichen Zeugnisses für das allgemeine Bild vom klassischen römischen Eidesrecht betonte. Letztlich stellte Dr. Tommaso Beggio (Helsinki) „die Auffassung des Römischen Rechts im Werk von Paul Koschaker“ vor und arbeitete heraus, wie dieser Rechtsgelehrte in Zeiten des Nationalsozialismus das römische Recht begriff.

Die zahlreichen Diskussionen wurden fortgesetzt beim mittäglichen Spaziergang über den „feinen grünen Campus“ der Universität Trier und bei den Abendessen und einer Weinprobe in traditionsreichen Trierer Weinlokalen. Der Bezug zum Tagungsort wurde darüber hinaus bei einem rechtshistorischen Rundgang durch die Trierer Innenstadt unter Leitung von Dr. Constantin Willems und durch einen gemeinsamen Besuch im Rheinischen Landesmuseum Trier abgerundet.

Die Organisatoren schulden nicht nur allen Referenten und Teilnehmern, die das Jahrestreffen mit ihren Beiträgen bereicherten, sondern insbesondere auch dem Freundeskreis Trierer Universität e.V. Dank für die großzügige Unterstützung der Veranstaltung.

Im Jahre 2015 wird das nächste Jahrestreffen an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen stattfinden.

 

Vanessa Einheuser und Dr. Constantin Willems

 

 

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7. Jahrestreffen der Jungen Romanisten vom 10.-11.5.2013 in Innsbruck

 

Tagungsbeiträge publiziert in Klausberger/Lehne/Scheibelreiter (Hrsg.), Disputationes Tirolenses, Wien 2014 

 

 

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6. Jahrestreffen der Jungen Romanisten vom 30.-31.3.2012 in Lecce


 

Zur Tagung:

Buchwitz, SZ 130 (2013) 798 f.

Jonca, Quaderni Lupiensi 2 (2012) 294-296

 

Tagungsbeiträge publiziert in Buongiorno/Lohsse (Hrsg.), Fontes Iuris, Neapel 2013

 

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4. Jahrestreffen der Jungen Romanisten vom 5.-6.3.2010 in Bonn

 

 

 

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3. Jahrestreffen der Jungen Romanisten vom 27.-28.3.2009 in Mainz


 

Am Freitag, den 27. März 2009, trafen sich die Jungen Romanisten zu ihrer diesjährigen Jahrestagung in Mainz. Nach dem konstituierenden Treffen in Köln 2007 und dem letztjährigen Treffen in Wien war dies bereits das 3. Jahrestreffen, zu dem Teilnehmer aus Österreich, Ungarn, den Niederlanden und Italien angereist waren. Die Veranstaltung begann am Nachmittag mit einem kulturellen Teil: Es wurde die Steinhalle des Landesmuseums Mainz besucht, die wegen Umbaumaßnahmen bereits seit Januar 2006 dem Publikum nicht mehr zugänglich ist. Unter Führung des Archäologen Dr. Klein konnten die wichtigsten Mainzer Stücke (u.a. die Jupitersäule und der Dativius-Victor-Bogen) besichtigt werden. Im Anschluss hieran wurde ein Abstecher in das Isis- und Magna Mater-Heiligtum in der Römerpassage gemacht, bevor es zum Seminar von Herrn Prof. Dr. Peter Gröschler (Universität Mainz) in die Universität ging. Dort berichtete Herr Prof. Gröschler über die pompejanischen Urkunden. Schließlich klang der Abend aus beim gemeinsamen Abendessen in der Alten Patrone. Wie schon im letzten Jahr zeigte sich, dass insbesondere auch der Gedankenaustausch in der ungezwungenen Atmosphäre des geselligen Abendprogramms sehr bereichernd ist.

 

Der Samstag war der Tagung der Jungen Romanisten gewidmet und begann mit einem kurzen Überblick über die aktuellen Forschungen und Projekte der Teilnehmer. Anschließend wurde in Arbeitsgruppen zu den Themen Wissenschaftsfreiheit vs. Abhängigkeiten, zur Frage der Positionierung des römischen Rechts in Zeiten einer angespannten Arbeitsmarktlage sowie zur Didaktik und Methodik römischrechtlicher Lehrveranstaltungen diskutiert, bevor nach einem gemeinsamen Mittagessen die Ergebnisse einzelnen Gruppen im Plenum vorgestellt und diskutiert wurden.

 

Gruppe 1 „Die wissenschaftliche Arbeit des Assistenten: Freie Forschung vs. Abhängigkeiten/Methodenfreiheit“ diskutierte die Frage, ob und in welchem Ausmaß hinsichtlich der Auswahl der Forschungsthemen und der Methode der Bearbeitung des Themas Abhängigkeit vom betreuenden Hochschullehrer besteht. Dafür ließ sich im Ergebnis keine allgemeine Regel formulieren, vielmehr hängt dies sehr stark von der Person des Betreuers ab und schwankt somit von Universität zu Universität. Hervorgehoben wurden aber zwei Besonderheiten: Zum einen die Tatsache, dass in Italien eine fächerübergreifende Betreuung der Dissertation durch mehrere Professoren stattfindet. Zum anderen, dass an einigen Universitäten von Seiten der Fakultät ein inhaltlicher Bezug der Forschungsarbeit zum geltenden Recht gefordert wird, was die Ausgestaltungsfreiheit beeinträchtigt.

 

Diskutiert wurde weiterhin die Frage der Arbeitsmethodik bei der Erstellung der Arbeit, wobei man sich einig war, dass sowohl historische wie auch rechtliche Fragestellungen untersucht werden und der Forscher daher das gesamte Quellenmaterial umfassend heranziehen sollte und sich außerdem über sein Vorverständnis bewusst werden muss, mit dem er an die Quellen herangeht.

 

Als konkrete Vorschläge für künftige Treffen der Jungen Romanisten wurden daher formuliert:

 - Beschäftigung mit dem römischen Staatsrecht

 - Einführungsseminare in die „Hilfswissenschaften“ Papyrologie, Numismatik, Epigraphik und Philologie

 - Einführung in das gemeine Recht, sowie in die Fragestellungen und Methoden, mit denen die Juristen in dieser Zeit an die Quellen herangingen. Als Idee wurde aufgeworfen, über die Behandlung einer Digestenstelle in verschiedenen Zeiten zu berichten und dabei die unterschiedlichen Herangehensweisen an die Quellen offenzulegen.

 

Gruppe 2 „Verdrängung des römischen Rechts aus der juristischen Ausbildung zugunsten arbeitsmarktorientierter Disziplinen“ diskutierte die Stellung des römischen Rechts in der juristischen Ausbildung und die aktuellen Entwicklungen in dieser Hinsicht.

 

Einheitlich wird beobachtet, auch für Österreich und Italien, dass im Zuge der Bologna-Reform und der Straffung der Studiengänge besonders die Grundlagenfächer leiden, und damit auch das römische Recht.

 

Die Teilnehmer waren sich aber darin einig, dass das römische Recht Teil der juristischen Ausbildung bleiben sollte, wobei v.a. zwei Gründe hervorgehoben wurden: Zum einen sind alle Privatrechtsordnungen Europas mehr oder weniger vom römischen Recht beeinflusst worden, zumindest hinsichtlich der Terminologie, der Kategorien des juristischen Denkens und ggf. auch der Methode. Im Zuge der Vereinheitlichung des Privatrechts in Europa kommt dem römischen Recht daher eine herausragende Bedeutung zu. Zum anderen soll das Studium nicht bloß Juristen hervorbringen, die Detailwissen haben, sondern Juristen, die selbständig, kritisch und reflektiert mit dem Recht umgehen können. Dafür ist ein Vergleichsstandpunkt nötig, den das römische Recht bieten kann, da es die Studierenden befähigt, Distanz von der eigenen, nationalen Rechtsordnung zu gewinnen.

 

Außerdem wurde beobachtet, dass eine fundierte Ausbildung in den Grundlagenfächern keine Probleme auf dem Arbeitsmarkt bringen wird, da die Arbeitgeber meist daran interessiert sind, Juristen einzustellen, die eine solide Bildung im Grundlagenbereich haben und sich ihr Detailwissen dann bei der Arbeit selbständig erwerben können, und nicht von der Universität erwarten, die Studenten im konkreten, unmittelbar anwendbaren Praxiswissen zu schulen.

 

Gruppe 3 „Das Lehren des römischen Rechts: Probleme und Methoden für die Gestaltung interessanter und attraktiver Lehrveranstaltungen“ beschäftigte sich mit der Frage, wie der Unterricht im römischen Recht konkret ausgestaltet werden kann.

 

Dabei wurde zunächst die Problematik der Sprachkenntnisse diskutiert. Es bestand weitgehend Einigkeit, dass man zumindest von den Teilnehmer der Grundlagenveranstaltungen keine Lateinkenntnisse erwarten sollte, um das römische Recht nicht nur einem ganz kleinen Kreis von Studierenden nahe zu bringen. Erwähnt wurde, dass die Frage in Österreich und Ungarn weniger brisant ist, da hier Lateinkenntnisse für das Jurastudium Voraussetzung sind. Weiterhin wurde die Möglichkeit eines Terminologiekurses erwähnt, womit man den Studierenden, die des Lateinischen unkundig sind, zumindest die wesentlichen Begriffe nahebringen könnte.

 

Hinsichtlich der Arten der Lehrveranstaltungen wurde besonders befürwortet, interaktive Elemente in die Ausbildung einfließen zu lassen. Dabei wurde die Idee aufgeworfen, von den Studierenden die römischen Formalakte (Manzipation) und die Situationen im Prozess nachspielen zu lassen. Nachdrücklich wurde auf den „Roman Law Moot Court“ hingewiesen, damit verstärkt Studierende zur Teilnahme ermutigt werden und das römische Recht so auch innerhalb der Fakultäten stärker ins Bewusstsein gebracht wird.

 

Bezüglich der Inhalte der Lehrveranstaltungen war man sich einig, dass die Ziele der Lehre sowohl in der Darstellung des römischen Rechts der Antike (historisches Erkenntnisinteresse) als auch in der Vermittlung methodischer Fähigkeiten (römisches Recht als Einführung in das juristische Denken) liegen. Dabei wurde die in Österreich angewendete Lehrmethode des Lösens von fiktiven Fällen nach römischem Recht erwähnt, die eine Anregung sein kann, auch an den deutschen Fakultäten die Studierenden stärker mit einzubeziehen.

 

Der späte Nachmittag stand im Zeichen der Forschung. Einzelne Teilnehmer des Treffens berichteten in Kurzreferaten über folgende Themen: Der Verkauf der Trauben am Stock bei Plinius (Norbert Pozsonyi, Szeged), Die Zulassung von Fremdsprachen bei der Stipulation (Anna Plisecka, Amsterdam) und Die Palingenesie der Senatus Consulta: ein Instrument für die Rechtsgeschichte der frühen Kaiser (Pierangelo Buongiorno, Lecce). An jeden dieser Vorträge schloss sich eine lebhafte Diskussion an.

 

Die abschließende Frage, wo das Treffen im nächsten Jahr stattfinden wird, konnte insoweit beantwortet werden, dass Bonn, Lecce (und Graz) zugesagt haben, sich zu informieren, ob die Organisation und Durchführung der Jahrestagung 2010 an ihrem Institut möglich wäre. Hierfür bereits herzlichen Dank!

 

Susanne Heinemeyer

Johannes Gutenberg-Universität Mainz

 

 

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Einführung in die Epigraphik für Juristen vom 4.-5.4.2008

 

 

 

 

 

Am 4. und 5. April 2008 fand im Institut für Römisches Recht in Köln eine Einführung in die Epigraphik für Juristen statt. Auf vielfachen Wunsch hatte sich Professor Dr. Werner Eck freundlicherweise bereit erklärt, im Rahmen eines Blockseminars für Doktoranden einen Überblick über dieses Gebiet der Alten Geschichte zu geben.

 

Zunächst beschäftigten wir uns am Freitag vormittag mit der Vielfalt und Verschiedenartigkeit der Quellen, die unter dem Oberbegriff „Inschrift“ zusammengefaßt werden. Deutlich wurde dabei, welche Bedeutung dem ursprünglichen Kontext sowie den Überlieferungsbedingungen für eine Interpretation von Inschriften zukommt. Am Nachmittag besuchten wir das Römisch-Germanische Museum in Köln, wo uns Herr Professor Eck an konkreten Beispielen den Umgang mit Inschriften demonstrierte. Es war faszinierend, anhand seiner Erklärungen nachzuvollziehen, wie sich aus wenigen Buchstaben ganze historische Episoden rekonstruieren lassen.

Der Samstag vormittag war der inschriftlichen Überlieferung zu einzelnen römischen Juristen, u.a. Julian und Ulpian, gewidmet. Auf sehr eindrucksvolle Weise lernten wir dabei, daß eine Wahrnehmung dieser Persönlichkeiten als Juristen lediglich ein verkürztes Bild vermittelt, da sie zugleich – wenn nicht gar vorrangig – eine politische Laufbahn verfolgten und dabei auf die höchsten politisch-administrativen Positionen des Imperiums gelangten. Am Samstag nachmittag schließlich beschäftigten wir uns mit Militärdiplomen. Anhand dieser Quellengattung verschaffte uns Herr Professor Eck unter anderem sehr interessante Einblicke in die Arbeitsweise der römischen Verwaltung.

 

Am Ende der Veranstaltung blieben alle Teilnehmer zwar etwas erschöpft, vor allem aber sehr begeistert und bereichert zurück. Herr Professor Eck hatte uns einen überaus faszinierenden Überblick über die vielfältigen Erkenntnismöglichkeiten, die Inschriften auch dem Romanisten bieten, gegeben. An dieser Stelle möchten wir ihm dafür nochmals unseren herzlichsten Dank aussprechen.

 

Zu diesem Treffen siehe auch den Tagungsbericht von Pierangelo Buongiorno, "A 'scuola' da Werner Eck - Il Blockseminar di Colonia", Rivista storica dell'antichità 2008, S. 211.

 

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2. Jahrestreffen der Jungen Romanisten vom 25.-26.4.2008 in Wien

 

 

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1. Treffen der Jungen Romanisten vom 21.-22.4.2007 in Köln